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Ges√ľnder und umweltfreundlicher: Nachhaltige Menstruationshygiene

Immer wieder klagen Patientinnen w√§hrend der Menstruation √ľber eine gest√∂rte Vaginalflora bis hin zu Juckreiz oder Brennen. Nicht immer stehen diese St√∂rungen im direkten Zusammenhang mit der Periode, manchmal ist auch die Monatshygiene daran schuld‚Ķ

Herk√∂mmliche Binden und Tampons: Kunststoffe, Chemikalien, M√ľll

Eine Damenbinde besteht √ľberwiegend aus Kunststoff, im Kern auch aus Baumwolle. Tampons bestehen aus Zellwolle bzw. Viskose, also auch aus Kunstfasern, oft mit Baumwolle gemischt. Zum leichteren Einf√ľhren sind Tampons h√§ufig noch mit einer Kunststoffschicht √ľberzogen.¬† Die verwendeten Materialien k√∂nnen genmanipuliert sein und R√ľckst√§nde von Pestiziden wie Glyphosat enthalten. Dar√ľber hinaus kann es auch noch R√ľckst√§nde von Chemikalien geben, die zum Bleichen der Baumwolle verwendet wurden. Manche Frauen reagieren auf diese R√ľckst√§nde mit k√∂rperlichen Symptomen wie einer ver√§nderten Scheidenflora, halten das aber √ľber menstruationsbedingte Beschwerden.

Ungef√§hr vierzig Jahre lange menstruiert eine Frau in ihrem Leben. Geht man von einer durchschnittlichen Regeldauer von f√ľnf Tagen aus, ergibt das 2.400 Tage bzw. 6,5 Jahre, die wir uns mit der Blutung besch√§ftigen. Das geht auch ins Geld.¬† Eine britische Umfrage hat ergeben, dass eine Frau im Laufe ihres Lebens umgerechnet 20 000 Euro f√ľr ihre Monatsregel ausgibt, das meiste davon f√ľr Monatshygiene. (Weitere Kosten wie Schmerzmittel z.B. wurden ebenfalls abgefragt.) Ein Teil der monatlichen Kosten flie√üt √ľbrigens √ľber die Umsatzsteuer an den Staat! In √Ėsterreich betr√§gt der regul√§re Steuersatz 20 Prozent, f√ľr weibliche Hygieneprodukte gibt es weder eine Befreiung noch einen gesenkten Steuersatz.

Abseits von der gesundheitlichen Problematik belastet herk√∂mmliche Monatshygiene nicht nur unsere Gesundheit und Geldb√∂rse, sondern auch die Umwelt. M√ľll, Chemikalien, Energieverbrauch bei der Produktion und beim Transport ‚Ķ geht das auch anders?

Die Alternativen:

Menstruationstassen sind wunderbare Produkte:

Sie beeinflussen die Scheidenflora nicht, sind hygienisch, g√ľnstig und nachhaltig. Bei Menstruationstassen handelt es sich um kleine Tassen oder Becher¬† aus medizinischem Silikon. Zum Einf√ľhren werden sie zusammengefaltet und dann so in der Scheide platziert, dass man sie nicht sp√ľrt. Der beim Einf√ľhren entstandene Unterdruck h√§lt die Tasse an Ort und Stelle, wo sie bis zu zw√∂lf Stunden belassen werden kann.¬† Meist gibt es sie in mehreren Gr√∂√üen. Welche Gr√∂√üe die richtige ist,¬† h√§ngt von der St√§rke der Blutung, dem Alter, der Statur ab und nat√ľrlich davon ob eine Frau schon vaginal entbunden hat¬† oder nicht. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Es gibt keine perfekte Gr√∂√üe. Die Menstruationstasse darf nicht sp√ľrbar sein und muss das Blut zuverl√§ssig auffangen. Bei Fragen, wie man die Menstruationstasse richtig platziert oder welche Gr√∂√üe man w√§hlen soll, stehe ich gerne zur Verf√ľgung.

Je nach Größe fasst eine Menstruationstasse bis zu 30 ml Blut. Beim Wechseln wird das Blut einfach in die Toilette entleert. Zu Beginn und am Ende der Menstruation sollte die Tasse in kochendem Wasser desinfiziert werden. Übrigens: Die Sicherheit von Menstruationstassen ist durch mehrere medizinische Studien belegt.

Gar nicht von gestern: Stoffbinden und Stoffslipeinlagen.

Moderne Stoffbinden haben nichts mit den seltsam – unbequemen Konstrukten unserer Omas tun. Es gibt sie in allen Gr√∂√üen, Farben und St√§rken, auch f√ľr die Verwendung bei Wochenfluss. Sie bestehen aus weichem¬† Biobaumwollstoff und werden per Druckknopf an den Fl√ľgeln fixiert. F√ľr st√§rkere Tage gibt es auch Modelle mit einer d√ľnnen, atmungsaktiven Schicht aus PUL, einem mit Polyurethan beschichtetem Stoff.¬† Stoffbinden sollten nach dem Gebrauch wenn m√∂glich kurz mit kaltem Wasser ausgesp√ľlt werden, dann reicht Maschinenw√§sche bei 60 Grad Celsius. Aber Achtung, am besten ein Bio ‚Äď Waschmittel verwenden.

Wiederverwendbare Tampons aus Biobaumwolle:

Sie bestehen aus einem Stoffstreifen aus nicht chlorgebleichter Baumwolle mit Faden, der vor Gebrauch aufgewickelt wird. F√ľr unterwegs gibt es zur Aufbewahrung gebrauchter Binden oder Tampons ein ‚ÄěWetbag‚Äú. Ein wasserdichtes S√§ckchen, dass keine Fl√ľssigkeit oder Ger√ľche nach au√üen l√§sst.

Einweg ‚Äď Biotampons und Biobinden:

Keine Sorge, wer mit Tamponaufwickeln und Wetbag¬† Probleme hat, kann auf Einweg ‚Äď Biotampons und ‚Äď Binden zur√ľckgreifen. Biotampons oder -binden sind frei von Viskose, Plastik, Superabsorbern, synthetischen Inhalts- und Duftstoffe sowie von R√ľckst√§nden aus Chlorbleiche. All das macht sie ideal f√ľr Frauen, die zu Scheideninfektionen neigen.

Menstruationsunterwäsche: Die Alleskönner

Der Menstruationsslip verf√ľgt im Schrittbereich, je nach Hersteller, √ľber mehrere Lagen: Eine, die das Blut vom K√∂rper weg in die n√§chste, stark saugende Schicht leitet und eine feuchtigkeitsundurchl√§ssige Schicht. Das im Stoff enthaltende Silberchlorid wirkt keimt√∂tend. Diese Wirkung h√§lt ca. zwei Jahre lang. Ein ‚ÄěPeriod Slip‚Äú hat die Saugkraft von bis zu drei durchschnittlichen Tampons. Nach dem Tragen soll er bei 40 Grad Celsius in die Waschmaschine.

Bezugsquellen:

Einweg Biotampons und Biobinden:

Große Auswahl: https://www.erdbeerwoche.com
Drogeriemarkt dm

Menstruationswäsche

https://www.shethinx.com
https://ooshi-berlin.de
https://www.femtis.de

Biowaschmittel f√ľr Stoffbinden und co:

www.windelparadies.at Ulrich Nat√ľrlich Waschmittel Wolle/Seide/Felle f√ľr Kindertextilien